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Abgassystem mit Wasserinjektion für den Raddampfer “La Suisse”

Abgassystem mit Wasserinjektion für den Raddampfer “La Suisse” Die CGN, mit Sitz im schweizerischen Lausanne, ist Eigentümerin der größten ‘Belle Epoque’-Flotte der Welt (nach Passagierzahlen). Die Belle-Epoque-Schiffe fahren bereits seit über 130 Jahren auf dem Genfer See. CGN organisiert u.a. romantische Kreuzfahrten (mit Raddampfern) zwischen Frankreich und der Schweiz und verfügt über eine eigene Werft, in der die Flotte gewartet wird.
Ende 2007 bekam die Discom B.V. von CGN den Auftrag, zu prüfen, ob die zwei 200-KVA-Generatoranlagen an Bord des Raddampfers ‘La Suisse’ mit einem Abgassystem mit Wasserinjektion ausgestattet werden könnten. Es wurden bereits einige Schiffe mit Generatoranlagen mit konventionellen (=ungekühlten) Abgassystemen versehen, deren isolierte Leitungen relativ viel Platz einnahmen. Während der Vorbereitung der Renovierung der ‘La Suisse’ (dem ältesten Raddampfer der Flotte der CGN aus dem Jahr 1910) ergab sich, dass die Leitungen noch länger werden sollten, was zu ernst zu nehmenden Einbau- bzw. Gegendruckproblemen führen würde. Bei Verwendung der Wasserinjektion im Abgassystem könnte ein kleineres Kabelmaß benutzt werden und außerdem müßte das Kabel auch nicht mehr isoliert werden. 

Eine zusätzliche Bedingung war, dass die Geräuschbelästigung an Bord des Schiffes so niedrig wie möglich sein sollte, da in Bezug auf den Komfort hohe Anforderungen gestellt wurden. Nach einem Besuch an Bord der ‘La Suisse’ und vergleichbarer Schiffe, anschließendem Studium der Pläne, Motor- und Pumpendaten, erstellte Discom B.V. einen Entwurf. Dieser bestand aus einem Abgasdämpfer, gefolgt von Wasserinjektion und Wasserseparator je Generatorset. Alle Komponenten wurden im Generatorraum aufgestellt. Des Weiteren wurden spezielle, kompakte Nachdämpfer in den Schornstein des Schiffs gebaut. Die Kabel müssen tatsächlich nicht mehr isoliert werden, da die Temperatur des Abgases nicht über 60°C steigt. Das Geräusch der Dieselmotoren ist nun selbst an Deck nicht mehr wahrnehmbar; auch dann nicht, wenn die Motoren mit hoher Drehzahl laufen, was ein enormer Unterschied zu anderen, vergleichbaren Schiffen der Flotte darstellt. Auch der Gegendruck im Abgassystem liegt unter dem zulässigen maximalen Grenzwert.

CGN ist so zufrieden mit diesem Ergebnis, dass Discom B.V. inzwischen beautragt wurde, einen Vorschlag für ein zweites Schiff zu machen.

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