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Projekt: s.s. Catherine

22 april 2014

Projekt: s.s. CatherineVor kurzem fand die Übergabe und anschließend die erste Reise der s.s. Catherine statt. Das wunderschöne Flusskreuzfahrtschiff wurde auf der Schiffswerft De Gerlien-van Tiem in Druten gebaut.

Discom hat für die s.s. Catherine ein durchdachtes wassergekühltes Abgassystem entworfen und implementiert, bei dessen Entwurf der höchste Komfort der Passiere im Vordergrund stand. Für die komplexe intelligente Regelung des Abgassystems wurde in Zusammenarbeit mit VDE Marine die elektronische Regelung entworfen und geliefert.

Beschreibung

Das Abgassystem beginnt mit einem sehr effektiven Schalldämpfer, der durch den speziell getunten Trockenbau eine Dämpfung von 50 dB(A) erzeugt. Ein wichtiger Pluspunkt für das Komfortlevel ist der im Schalldämpfer integrierte Oxidationskatalysator. Dieser Katalysator reduziert in hohem Maße die vorhandenen Kohlenwasserstoffe, die den störenden Gestank verursachen und das Kohlenmonoxid, das als giftiges Gas auf einem Kreuzfahrtschiff unerwünscht ist.

Hinter dem Schalldämpfer werden die Abgase durch eine Kühleinheit geleitet, wobei die Abgase mit injiziertem Flusswasser auf Temperaturen runtergekühlt werden, die dafür sorgen, dass die Abgase während des Stillstands nicht so schnell zum Sonnendeck steigen und während der Fahrt unter der Wasserlinie weggeblasen werden können.

Bevor die Abgase unter Wasser oder durch den Spiegel weggeblasen werden, werden sie vom Wasser getrennt, um störende Geräusche von fallendem Wasser zu verhindern.

Das Wegblasen unter Wasser wird von dem intelligenten elektronischen System geregelt, das in Zusammenarbeit mit VDE marine entwickelt wurde. Dieses System regelt, welche zertifizierten Klappen zu einem bestimmten Zeitpunkt geöffnet sind. Dies wird anhand der Eingabe des Schiffs geregelt wie Geschwindigkeit und Tiefgang, aber auch auf der Grundlage des konstant gemessenen Gegendrucks des Abgassystems und der Temperatur der Abgase. Das System wurde so konfiguriert, dass das das Wegblasen sowohl auf dem minimalen als auch auf dem maximalen Tiefgang unter Wasser erfolgen kann.

Eine wichtige Redundanz im Regelsystem ist, dass jeder Maschinenraum über eine lokale Bedieneinheit, ein so genanntes Local operating panel (LOP) verfügt und dass diese mit einem Glasfaserkabel verbunden ist, sodass an jedem Standort alle Systeme abgelesen werden können. Eventuelle Fehlermeldungen werden von dem Regelsystem als Alarmmeldung direkt zur Brücke gesandt.

Durch die Anwendung der Kenntnisse über Geräuschemissionen und Wärme hat Discom ein maßgeschneidertes Abgassystem entwickelt, dass nahtlos an die Komfortwünsche des Kunden anknüpft.

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